Ankreuzzeugnisse vorbereiten
In Ankreuzzeugnissen (auch Rasterzeugnisse genannt) wird pro Fach eine bestimmte Anzahl von „Kompetenzbeschreibungen“ ausgegeben, durch das „Ankreuzen“ einer (von bis zu fünf) „Kompetenzstufen“ werde dann die Fähigkeiten eines Kindes beurteilt.

Dazu sind folgende Vorarbeiten notwendig:
Kompetenzbeschreibungen bearbeiten
Kompetenzbeschreibungen sind die (i.d.R. einzeiligen) Texte, die in den Zeugnissen erscheinen und für die dann eine Kompetenzstufe angekreuzt wird. Die Bearbeitung erfolgt in SchILD-NRW 2 über den Menüpunkt „Schulverwaltung → Angaben zu Ankreuzzeugnissen“. Es erscheint dann das folgende Fenster:

Die Bearbeitung erfolgt immer für das betreffende Fach, dieses wird aus der Liste ausgewählt:

Hinweis: Auch „Arbeits- und Sozialverhalten“ wird bei den Ankreuzkompetenzen wie ein Fach behandelt (obwohl es kein Fach im engeren Sinne ist). Jede Ankreuzkompetenz ist zudem einem Jahrgang zugeordnet, daher muss auch dieser ausgewählt werden.
Bei der Eingabe einer Beschreibungen kann auch festgelegt werden, für welches Halbjahr diese gelten soll.
Bei der Ausgabe auf dem Zeugnis werden die Kompetenzberschreibungen zu einem Fach in der Reihenfolge ausgegeben, die sich durch die Nummer in der Spalte „Sortierung“ ergibt. Die Sortiernummer kann manuell eingetragen oder geändert werden, alternativ können auch die Schalter mit den roten Pfeilen am rechten Rand des Fensters benutzt werden.
Neben der manuellen Eingabe in SchILD-NRW 2 ist auch ein Import aus einer Excel-Datei möglich (über den Schalter „Import“). Die Excel-Datei muss wie folgt aufgebaut sein:

In der Spalte „Fach“ ist bei Kompetenzbeschreibungen für das Arbeits- und Sozialverhalten „ASV“ einzutragen, bei den „echten“ Fächern das Fachkürzel wie im Fächerkatalog von SchILD-NRW 2.
Hier noch weitere Hinweise:
Jahrgang 03
Für den Jahrgang E3 können keine Kompetenzbeschreibungen vergeben werden, es werden vielmehr die gleichen Beschreibungen wie für Jahrgang E2 verwendet.
Unterkategorien
Zu einem Fach können durch Unterkategorien gebildet werden. Beispiel: Das Arbeits- und Sozialverhalten soll im Zeugnis in zwei Unterkategorien „Lern- und Leistungsbereitschaft“ und „Zuverlässigkeit und Sorgfalt“ ausgegeben werden. Die einzelnen Kompetenzbeschreibungen dazu sind dann wie folgt einzutragen
- Lern- und Leistungsbereitschaft: Kompetenzbeschreibung 1
- Lern- und Leistungsbereitschaft: Kompetenzbeschreibung 2
- Lern- und Leistungsbereitschaft: Kompetenzbeschreibung 3
- Lern- und Leistungsbereitschaft: Kompetenzbeschreibung 4
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt: Kompetenzbeschreibung 1
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt: Kompetenzbeschreibung 2
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt: Kompetenzbeschreibung 3
- Zuverlässigkeit und Sorgfalt: Kompetenzbeschreibung 4
- Usw.
„Kompetenzbeschreibung 1..4“ ist dabei durch die konkreten Beschreibungen zu ersetzen.
Folgende Punkte sind dabei zu beachten´:
- Die Trennung der „Unterkategorie“ zu der eigentlichen Kompetenzbeschreibung erfolgt durch einen Doppelpunkt.
- Alle Einträge, die zur gleichen Unterkategorie gehören sollen, muss der Text vor dem Doppelpunkt exakt gleich geschrieben werden.
- Alle Einträge, die zur gleichen Unterkategorie gehören sollen, müssen in der Tabelle (durch Eintrag entsprechender Sortiernummern) zusammen stehen.
Im Zeugnis sieht das dann z.B. so aus:

Zeilenumbrüche
Wenn eine Kompetenzbeschreibung länger als eine Zeile ist, so erfolgt im Zeugnis ein automatischer Zeilenumbruch. Falls aber der Text mit einem Spiegelstrich o.ä.
beginn, wird dann die zweite Zeile nicht automatisch eingerückt. Das sieht dann im Ausdruck nicht so schön aus:

Durch Einfügen eines #-Zeichens in die Kompetenzbeschreibung kann ein Zeilenumbruch an der entsprechenden Stelle mit Einrückung in der nächsten Zeile erzwungen werden:

Im Ausdruck sieht das dann so aus:

Besondere Hinweise für „Deutsch“
Für das eigentliche Kernfach „Deutsch“ werden oft keine expliziten Kompetenzbeschreibungen verwendet, vielmehr werden diese den Teilfächern „Lesen“, „Rechtschreiben“ und „Sprachgebrauch“ zugewiesen. In der Reportvorlage wird in einem solchen Fall automatisch eine Überschrift „Deutsch“ erzeugt, zusätzlich auch die Überschriften der Teilfächer.

Wichtig: Falls auch für das Fach „Deutsch“ Kompetenzbeschreibungen vorhanden sind (die dann auch auf dem Zeugnis erscheinen), so muss (durch entsprechende Sortierung im Fächerkatalog) dafür gesorgt werden, dass das Fach „Deutsch“ zuerst in der Fächergruppe „Deutsch“ erscheint, andernfalls wird die Überschrift doppelt ausgegeben.
Wenn gewünscht wird, dass das Wort „Deutsch“ auch bei den Teilfächern erscheint, so tragen Sie im Fächerkatalog („Schulverwaltung → Unterrichtsfächer“) im Feld „Bezeichnung im Überweisungszeugnis“ den gewünschten Titel ein, z.B.:

Im Zeugnis sieht das dann so aus:

Hinweis: Das Feld „Bezeichnung im Überweisungszeugnis“ wird an der Grundschule normalerweise nicht benötigt, es macht also nichts, wenn es für die Verwendung im Ankreuzzeugnis „umgewidmet“ wird.
Wichtig: Bitte tragen Sie die gewünschte Bezeichnung nicht im Feld „Bezeichnung im Zeugnis“ ein. Hier sollte weiterhin die eigentliche Zeugnisbezeichnung stehen. Der Grund ist, dass ab dem dritten Jahrgang ja auch Noten auf dem Zeugnis ausgegeben werden, dort sollte dann die eigentliche Zeugnisbezeichnung des jeweiligen Teilfaches stehen.

Weitere Angaben zu Ankreuzzeugnissen
Kompetenzstufen
Neben den Kompetenzbeschreibungen müssen auch die Texte für die „Kompetenzstufen“ festgelegt werden. Das sind die Überschriften, die im Zeugnis oberhalb der „Ankreuzkästchen“ stehen:

Die Bearbeitung erfolgt auf dem Karteireiter „Weitere Angaben“ im Fenster „Angaben zu Ankreuzzeugnissen“:

Sie können Texte für fünf Kompetenzstufen eingeben, wenn für die fünfte Stufe kein Text eingegeben wird, erscheinen auf dem Zeugnis auch nur 4 „Kästchenspalten“.
Falls ein zweizeiliger Text als Überschrift ausgegeben werden soll, so ist ein #- Zeichen als „Zeilenumbruch“ einzugeben:

Im Zeugnis sieht das dann so aus:

Frei definierbare Zeugnisrubrik
Neben den fest vorgegebenen Fächern (zuzüglich Arbeits- und Sozialverhalten), kann bei Bedarf auch eine frei definierbares zusätzliche „Zeugnisrubrik“ verwendet werden.

Wenn eine entsprechende Bezeichnung eingetragen ist, so können dafür Kompetenzbeschreibungen unter der Fachbezeichnung „Sonstiges“ bearbeitet werden.

Auf dem Zeugnis wird aber die selbst definierte Bezeichnung verwendet.
Zuweisung der Kompetenzbeschreibungen
Nachdem die Einträge für die Ankreuzzeugnisse abgeschlossen sind, müssen die einzelnen Kompetenzbeschreibungen den Kindern (in Abhängigkeit von Jahrgang und Halbjahr) zugewiesen werden, damit anschließend eine individuelle Beurteilung erfolgen kann. Dazu muss aber erst festgelegt werden, in welchen Klassen Ankreuzzeugnisse verwendet werden sollen. Dies erfolgt über den Menüpunkt „Schulverwaltung → Klassen/Versetzungstabelle“.
Bei diesen Klassen aktivieren Sie auf dem Karteireiter „Details“ das Häkchen „In dieser Klasse werden Ankreuzzeugnisse verwendet“.

Als Konsequenz erscheint dann bei allen Kindern, die die betreffenden Klassen besuchen, auf dem Karteireiter „Akt.Halbjahr“ ein zusätzlicher Unter-Karteireiter „Kompetenzen f. Ankreuzzeugnisse“:

Durch Aktivierung des Schalters „Kompetenzbeschreibungen holen“ werden dann die Kompetenzbeschreibungen, die für den Jahrgang des Kindes und das jeweilige Halbjahr vorhanden sind, geholt.
Wichtig: Damit Kompetenzbeschreibungen einem Kind zugewiesen werden können, müssen auf dem Karteireiter „Leistungsdaten“ auch die zugehörigen Fächer vorhanden sein. Ohne Fächer können keine Kompetenzstufen zugewiesen werden, weder in SchILD-NRW 2/SchILDzentral noch in SchILDweb!

Hinweis: Für das Holen der Kompetenzbeschreibungen gibt es auch einen Gruppenprozess:

Danach erscheinen auf dem Karteireiter „Kompetenzen f. Ankreuzzeugnisse“ die Fächer, für die Kompetenzbeschreibungen vorhanden sind.

Durch Klicken auf das kleine +-Zeichen neben einem Fach werden die dazu vorhandenen Kompetenzbeschreibungen angezeigt.

Die jeweilige Kompetenzstufe kann dann durch Klicken in das entsprechende Kästchen aktiviert werden.

Sonderfall Kind in der ersten Klasse im Jahrgang E2:
In ausnahmefällen kann es vorkommen, dass ein Kind in der ertsen Klasse schon im Jahrgang E2 ist, weil es einen Rücktritt in der Schuleingangsphase gegeben hat.
In solchen Fällen würden bei solchen Kindern die Kompetenzbeschreibungen des 2. Jahrgangs geholt, was man an dieser Stelle vermeiden möchte.
Gehen Sie dazu auf den Reiter „Individualdaten II“ und geben Sie dem Kind bei EP Jahre die Zahl 1.

Bitte denken Sie daran, diesen Kindern später nach dem Wechsel in die 2.Klasse dann den Wert EP-Jahre 3 zu geben.
Dieser Wert ist nicht statistik relevant und wird nur bei der Berechnung der Schulbesuchsjahre berücksichtigt.